So wirst du gelassener in deiner Partnerschaft

So wirst du gelassener in deiner Partnerschaft

Niemand schafft es so sehr uns an unsere Grenzen zu bringen wie unser Partner.

Das ist wenig überraschend, ist er doch meist der Mensch, der uns am nächsten ist. Derjenige, der die meiste Zeit mit uns verbringt und all unsere Macken ungefiltert abbekommt.

Mit todsicherer Gewissheit wählen wir uns die Menschen als Partner, mit denen wir unsere Themen aufarbeiten können. Beziehungen sind oft nicht eitel Sonnenschein – wie auch die hohe Scheidungsrate in Deutschland beweist. Aber muss es denn gleich zur Trennung kommen, wenn gewisse Differenzen in der Beziehung auftreten?

Verliebtsein ist ein Ausnahmezustand

Die Phase der Verliebtheit dauert bis zu sechs Monate an. Dann kehrt der Alltag ein. Und das ist auch gut so, denn Verliebtsein ist ein Ausnahmezustand, den unser Körper nicht länger als eben diese sechs Monate am Stück ertragen könnte.

Wenn du selbst eine Beziehung führst, die bereits länger andauert, weißt du vermutlich, was danach kommt: Der gemeinsame Alltag, gewisse Reibereien und die Entidealisierung des vermeintlichen Traumpartners.

Niemand von uns hat nur Schokoladenseiten. Wir alle haben diese dunklen Seiten, die wir anfangs so gut es geht vor unserem neuen Partner verbergen. Aber sobald wir uns sicher wähnen, zeigen wir uns mehr und mehr so, wie wir sind. Chaotisch, unorganisiert, cholerisch, genervt, zögerlich und und und…

Es stellt jede Beziehung auf eine harte Probe, wenn wir plötzlich Seiten an unserem Partner entdecken, die wir nie für möglich gehalten hätten.

Du bist also nicht alleine, falls es dir so geht. Übrigens gilt das Gleiche auch für dich. Höchstwahrscheinlich bist du auch nicht perfekt und die ein oder andere deiner Eigenschaften geht auch deinem Partner gehörig auf den Keks.

Das Geheimnis einer erfüllenden Beziehung

Die Regel für erfüllte Beziehungen lautet:

Schaut euch nicht gegenseitig an, sondern blickt gemeinsam nach vorne.

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Statt dich in Einzelheiten zu verlieren, die dich an deinem Partner nerven und endlosen Kleinkrieg über Nichtigkeiten zu führen, überlegt doch mal, warum ihr eigentlich zusammen seid. Was wollt ihr gemeinsam erreichen?

  • Eine Familie gründen?
  • Die Welt verbessern?
  • Gemeinsam in den Lebensabend tanzen?
  • Oder euch einfach nur am anderen und seiner Gesellschaft erfreuen?

Das große Ziel ist es, wofür es sich zu kämpfen lohnt – und wofür es sich die Gelassenheit bewahren lohnt.

Was bringt dich eigentlich dazu, deine Gelassenheit zu verlieren?

Wie groß oder klein die Bedrohung von außen sein muss, die dich aus dem Konzept bringt, hängt davon ab, mit wie viel Vertrauen du der Welt begegnest.

Bist du ein Optimist und glaubst felsenfest daran, dass Alles, was geschieht, nur zu deinem Besten ist, muss schon ein Weltkrieg ausbrechen, um dich zu erschüttern.

Vielleicht geht es dir aber wie den meisten Menschen und dein Vertrauen in dich selbst und die Welt ist gar nicht so unerschütterlich. Dann genügt schon eine Kleinigkeit, um deine Welt gehörig ins Wanken zu bringen.

Dein Partner verbringt in der Regel mehr Jahre seines Lebens mit dir als er alleine verbracht hat – wenn wir mal davon ausgehen, dass Trennung keine Option für euch ist. Dementsprechend kennt er dein altes Ich, dein aktuelles Ich und auch dein künftiges Wunsch-Ich. Er hat ein bestimmtes Bild von dir und bestimmte Erwartungen an dich.

Gleiches gilt natürlich auch für dich. Gerade dieses Bild vom Anderen ist so tückisch in der Partnerschaft. Es verleitet allzu oft zu vorschnellen Urteilen und Verallgemeinerungen. „Immer machst du…“ oder „Nie kannst du…“

In Beziehungen sind es meist Kleinigkeiten, die uns am Anderen so richtig nerven:

Er lässt mal wieder das nasse Handtuch auf dem Bett liegen. Sie nimmt es genervt und feuert es ins Badezimmer. „Nie räumst du deine Sachen auf!“ sagt sie. „Dein Ordnungswahn ist echt zwanghaft. Du bist genauso krank wie deine Mutter!“ kontert er. Ein Wort ergibt das andere und im Nu entsteht ein handfester Streit, der nachhaltig die Laune verdirbt.

Kommt dir die Situation bekannt vor?

Dann kommen hier meine Tipps für deutlich mehr Coolness und einen konstant niedrigeren Pulsschlag in deinem Beziehungsleben.

7 Tipps für mehr Gelassenheit in der Partnerschaft

  1. Übernimm die volle Verantwortung für dich selbst
    Bevor du dich in deiner Wut darüber verlierst, wie dein Partner dich doch immer ärgert und einfach unmöglich ist – mach dir bewusst, dass du allein entscheidest, wie du reagierst.

    Es sind nicht die Ereignisse, die in uns gewisse Reaktionen auslösen. Es ist unsere Interpretation der Wirklichkeit, die uns die Welt auf eine bestimmte Weise sehen lässt. Du hast es also immer selbst in der Hand, welchen Gefühlen du die Kontrolle über dich gibst.

    Wenn dich ein bestimmtes Verhalten deines Partners bis jetzt regelmäßig zur Weißglut gebracht hat, dann nur weil du es dich dahin hast bringen lassen. Du kannst aber entscheiden, dass dir das ab jetzt nichts mehr anhaben wird. Du kannst dir verschiedene Alternativen überlegen, wie du dich verhalten möchtest und sogar wie du fühlen möchtest, wenn diese Situation wieder eintritt.

    Am Anfang mag das noch nicht glatt laufen – aber mit der Zeit wirst du immer besser werden.

    Ein positiver Nebeneffekt: Das Verhalten deines Partners ändert sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls, weil von dir jetzt eine andere Energie ausgeht.

  2. Frag dich: „Ist es das wirklich wert?“
    Bevor du deinen Puls in bedenkliche Höhen schnellen lässt, wie ein wild gewordener Berserker tobst und eine Spur der wüsten Zerstörung hinterlässt – stell dir diese einfache Frage: „Ist es das wirklich wert?“

    Denk an all die anderen Male, in denen du die Beherrschung verloren hast. Die langen Streitereien mit deinem Partner, die Beleidigungen, Verletzungen, die negative Energie. Lohnt es sich wirklich, an diesen Punkt zu gehen? Musst du immer recht haben?

    Denk daran, du kannst recht haben oder du kannst eine glückliche Beziehung haben. Was ist dir lieber?

  3. Denke bevor du handelst
    Wut ist kein guter Ratgeber. Im Affekt zu reagieren geht meist gehörig daneben. Du schreist, beleidigst, kämpfst.

    Wenn dich etwas richtig ärgert, atme zuerst ein paar Mal tief ein und aus. Zähle bis 100. Geh eine Runde um den Block. Kurz gesagt: Gewinne Abstand bevor du reagierst.

    Hast du erst wieder einen klaren Kopf, sieht die Welt auch schon ganz anders aus.

    Sprich Dinge, die dich ärgern nicht unmittelbar an, sondern in einem ruhigen, am besten liebevollen Moment. Dein Ton und deine Wortwahl sind dann ganz anders. Dein Partner ist so auch entspannt und eher bereit, dir zuzuhören und deinen Standpunkt nachzuvollziehen.

  4. Lerne, mit dir selbst klarzukommen
    Mach deinen Partner nicht zum Zentrum deines Lebens – das ist für keinen von euch erstrebenswert.

    Auch wenn du in einer Beziehung bist und auch wenn du mit deinem Traummann oder deiner Traumfrau zusammen bist, so hast du immer noch eine eigene Persönlichkeit. Bewahre dir deshalb deine Interessen, Hobbys und Freundschaften.

    Plane regelmäßig Zeit nur für dich selbst ein. Schöpfe Kraft daraus, tanke auf. Lerne, diese Zeit zu genießen und zu nutzen.

    Du kommst so in dein Gleichgewicht und bist dort sicher verankert. Äußere Ereignisse können dir nicht mehr so leicht etwas anhaben.

  5. Akzeptiere, was ist
    Akzeptiere, dass dich gewisse Handlungsweisen auf die Palme bringen und akzeptiere auch, dass dein Partner so ist, wie er ist.

    Zur Akzeptanz gehört auch, dich selbst anzunehmen, so wie du bist. Sprich: dich selbst zu lieben. Bist du mit dir selbst im Reinen, rundum zufrieden und fühlst dich pudelwohl in deiner Haut, kannst du auch Andere – etwa deinen Partner – so sein lassen, wie sie sind.

    Du bist in einem Zustand des Friedens und ein starkes Selbstwertgefühl schützt dich davor, dich vom Auf und Ab des Lebens aus dem Konzept bringen zu lassen. Du weißt dann auch, dass deine Zufriedenheit aus dir selbst kommt und nicht daher, dass sich Andere auf eine bestimmte Art verhalten.

  6. Bewahre dir deinen Sinn für Humor
    Statt dich fürchterlich über deinen Partner aufzuregen, versuch doch lieber, die Sache mit Humor zu betrachten. Sein Verhalten, das Leben, aber auch dich selbst mal aus einer heiteren Perspektive wahrzunehmen.

    Über dich selbst lachen zu können bringt deutlich mehr Gelassenheit in dein Leben und in deine Beziehung. Was dir hierbei hilft ist die Frage: „Wie werde ich über diese Sache in fünf Jahren denken?“

    Du wirst feststellen, dass du dich entweder gar nicht mehr an den Vorfall erinnern wirst oder, wenn doch, du höchstwahrscheinlich darüber lachen wirst.

  7. Übe dich in bedingungsloser Liebe
    Das klingt jetzt vielleicht abgedroschen und realitätsfern, aber lass mich mal näher erklären:

    Wenn du ein Kind hast, wirst du verstehen, was ich meine. Denk mal an die Zeit, als dein Kind ein Baby war. Du hast dich an diesem kleinen Wesen einfach nur erfreut, weil es existierte. Es musste nichts können und nichts leisten. Im Gegenteil, hat es dich ganz schön auf Trab gehalten und trotzdem hast du alles, was du für es gemacht hast, gern gemacht und mit Liebe gemacht.

    Die Liebe zu einem Kind ist die wohl selbstloseste die es gibt.

    Ähnlich verhält es sich auch mit Haustieren. Falls du also kein Kind hast, denk daran, wie es war, als dein Hund klein war…

    Der Unterschied bei unserer Liebe zu unserem Partner ist, dass wir diese meist an Bedingungen knüpfen. Angst haben, zu viel zu geben und zu wenig zurück zu bekommen. Dadurch sind wir gehemmt. Rechnen auf, nehmen übel, tragen nach.

    Stell dir mal vor, wie bereichernd deine Beziehung wäre, wenn du deinem Partner zumindest hie und da die gleiche bedingungslose Liebe entgegenbringen würdest wie deinem Kind oder deinem Hund.

    Das ist wahrlich eine große Kunst, aber du weißt bestimmt, dass Übung den Meister macht. Und am Ende des Weges wartet als Belohnung die stoische Gelassenheit auf dich.

  8. Über mich

    Bernadette
    Ich bin Bernadette und meines Zeichens Kommunikationstrainerin und Coach für Persönlichkeitsentwicklung und Beziehungen.

    Auf meinem Blog veröffentliche ich regelmäßig Artikel zu diesen Themen.

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