Negative Glaubenssätze in positive Glaubenssätze umwandeln – Eine praktische Anleitung

Negative Glaubenssätze in positive Glaubenssätze umwandeln – Eine praktische Anleitung

Kennst du das: Bestimmte Situationen in deinem Leben laufen immer gleich ab?

Irgendwann nervt es dich und du fragst dich: Wieso und warum ist das bei mir so?

Du hast es so richtig satt und du willst, dass es endlich anders wird?

Ist ja auch klar – wenn du glaubst, dass du etwas NICHT schaffst, ist es wahrscheinlich, dass du es dann DOCH schaffst?

Nein, wohl eher nicht.

Kein Grund zu verzweifeln! Freue dich, dass du hier gelandet bist!

In diesem Artikel bekommst du eine Technik an die Hand, mit der du blockierende Glaubenssätze lösen – und dafür neue Glaubenssätze annehmen kannst, die dir dienlich sind. Ich spreche da aus Erfahrung. Auch in meinem Leben hatten die falschen Glaubenssätze zu lange die Macht über mein Denken und Handeln.

Also, auf geht’s!

Was ist überhaupt ein Glaubenssatz?

Glaubenssätze formen dein Glaubenssystem. Jeder hat ein solches Glaubenssystem. Es ist Teil deines Unterbewusstseins (Glaubenssätze lagern dort sehr tief) und setzt sich aus deinen Werten, Vorstellungen und Erfahrungen zusammen, von deren Richtigkeit du überzeugt bist. Glaubenssätze sind also so etwas wie die Zahnräder deines Verstandes und bestimmen ganz entscheidend, was du tust und wie du lebst. Sie hallen wie eine dumpfe Sprache in deinem Inneren und sagen dir zum Beispiel, wie du dich selbst zu sehen hast…

Hier ein paar Beispiele:

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  • Ich bin nicht schlau genug
  • Ich bin zu dick/zu dünn/zu klein/zu groß etc.

Oft haben wir in frühem Alter schon mehrfach gehört, welche Eigenschaften wir (angeblich) haben, oder welchem Familienmitglied wir ähnlich sind. Solche Beschreibungen sind schnell dahingesagt und Erwachsene bedenken deren Wirkung kaum. Sie können im späteren Leben dazu führen, dass du dir wenig zutraust, obwohl du tüchtig bist. Oder dass du wenig Mut und Antrieb hast, Dinge auszuprobieren, obwohl du hoch motiviert bist.

Was passiert also, wenn deine Glaubenssätze überholt, kaputt oder schlichtweg FALSCH sind?

Was also, wenn diese „Zahnräder“ die Leistung deines Verstandes beeinträchtigen und dich daran hindern, dein ganzes Potential zu nutzen?

Deine Glaubenssätze, also die “Wahrheiten”, von denen du fest überzeugt bist, prägen dich, dein Denken, Fühlen und Handeln. Glaubenssätze werden deshalb auch sehr häufig als „Ausreden“ benutzt.

Beispiel: Das konnte ich noch nie! oder Sowas macht ein(e)Frau/Mann doch nicht!

Du übersiehst dabei oft nur eins: Wenn du etwas glaubst, dann ist das nur eine mögliche Sicht der Dinge und eben nicht die Wahrheit. Sondern DEINE Wahrheit – d.h., solange es deine Wahrheit bleibt und du sie nicht in Frage stellst, wird sich auch nichts ändern!

Erst wenn dir diese unbewusst gesetzten Grenzen bewusst werden, in die du dich hast zwängen lassen, hast du die Chance dein Leben zu wandeln.

„Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.“ – Marc Aurel

Du kennst bestimmt Leute, die nicht im Traum darauf kämen, dass es irgendwelche „Glaubenssätze“ oder „Kopfbewohner“ in ihrem Leben gibt. Sie nehmen alles als gegeben hin und leben z.B. das Leben ihrer Eltern oder der Gesellschaft. So wie man es von ihnen eben erwartet.

An dieser Stelle möchte ich dir von ganzem Herzen gratulieren, dass du diesen Text hier und heute liest!

Super, klasse, meeega toll! Applaus!

Du kannst jetzt schon stolz auf dich sein, denn allein den Gedanken zuzulassen, dass nicht alle „Wahrheiten“ oder Glaubenssätze in deinem Dasein förderlich oder positiv sind, zeichnet dich als tiefgründigen und nach Veränderung strebenden Menschen aus. Das ist sehr gut, denn Leben heißt sich weiter entwickeln zu wollen. Prima! Weiter so!

Woher kommen Glaubenssätze?

Viele deiner Glaubenssätze und Überzeugungen hast du von Personen übernommen, die dich geprägt haben:

  • Mein Vater sagte immer: …
  • Meine Mutter sagte häufig: …
  • Der Lieblingsspruch meines Opas war: …
  • Von meiner Oma hörte ich immer: …
  • Eine Lektion, die mein erster Lehrer ständig wiederholte: …
  • Der wichtigste Satz meiner Kindheit: …
  • Eine Lehre, die ich nie vergessen werde: …
  • Etwas, das ich nie wahrhaben wollte: …

Möchtest du den Rest deines Lebens mit diesen Überzeugungen herumlaufen?

Falls nicht, hab ich hier gleich eine Übung für dich:

1. Schreibe deine eigenen negativen Glaubenssätze auf

Was hast DU als Kind zu hören bekommen? Welche (unsinnigen) Sätze hast du von deiner Familie, deinen Lehrern oder anderen Bezugspersonen übernommen, ohne sie jemals in Frage zu stellen?

Schreib sie jetzt alle mal auf.

Gehe dann jede dieser Aussagen ganz in Ruhe durch und frage dich, ob du das auch heute noch so sehen möchtest oder nicht. Frag dich:

  • Macht der jeweilige Satz jetzt Sinn für dich?
  • Dient er dazu, dir das Leben einfacher zu machen?
  • Ist er geeignet, dich glücklich und zufrieden zu machen?
  • Fallen dir vielleicht viel bessere Sätze und Überzeugungen ein?

2. Schreibe dir jetzt neue, positive Glaubenssätze auf

Mein Tipp für dich: Hinterfrage zunächst deine negativen Glaubenssätze!

Achtung: “Hinterfragen” heißt nicht gleich “aufgeben”. Viele deiner Glaubenssätze erfüllen eine wichtige Funktion und es tut dir nicht gut, sie einfach aufzugeben. Der Ansatz des Hinterfragens ist ein viel sanfterer. Stelle dazu z.B. solche Fragen wie:

  • Was könnte eine andere Meinung dazu sein?
  • Wie könnte eine Situation aussehen, in der das nicht zutrifft?
  • Wie würde sich wohl das genaue Gegenteil dieser Ansicht anfühlen, wenn ich positiv darüber denken würde?
  • Wie könnte jemand das Ganze sehen, der von der anderen Seite der Erde kommt?
  • Wie könnte ich das vielleicht in 20 Jahren sehen?

Es gibt auch eine Reihe von Sprichwörtern, die für viele zu Glaubenssätzen geworden sind, z.B.:

„Besser den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.“

„Wer hoch hinaus will, kann tief fallen.“

Und so weiter und so fort…

Achte besonders in der nächsten Zeit durch bewusstes Beobachten deiner Gedanken darauf, welche Glaubenssätze dir so in den Sinn kommen. Auch hierbei ist „Mutter Geduld“ wieder gefragt: es kann einige Tage oder Wochen dauern, bis dein Unterbewusstsein deine Glaubenssätze ausspuckt.

Wie kann ich meine Glaubenssätze ändern?

Alt eingefahrene Glaubenssätze lassen sich mit einigen simplen Gedankentricks umwandeln. Überlege dir dazu mal, was du eigentlich so alles über dich denkst. Gehe die folgenden Fragen durch und mache dir Notizen:

  • Glaubst du, dass du alles erreichen kannst, was du willst?
  • Hast du es verdient, reich zu sein?
  • Glaubst du, dass andere Menschen dich lieben?
  • Hast du es verdient, geliebt zu werden?
  • Glaubst du, dass du gute Freunde hast?
  • Bist du beliebt?
  • Ist es einfach, erfolgreich zu sein?
  • Machst du gerne Sport?
  • Glaubst du, dass du gerne Sport machst?
  • Hast du gerade eine Idee/ein Projekt, dass du gerne verwirklichen würdest?
  • Glaubst du, dass es funktionieren wird?
  • etc.

Du kannst dir auch selbst Fragen ausdenken, die sich auf Dinge beziehen, die für dich wichtig sind. Schreibe dann dazu genau auf, was du glaubst. So einfach wie möglich nach dem folgenden Muster:

  • Ich glaube, dass die Arbeit schwer ist.
  • Ich glaube, dass ich arm bin.
  • Ich glaube, dass ich es nicht verdient habe, reich zu sein.
  • Ich glaube nicht, dass ich XYZ schaffen kann.
  • Ich glaube, ich bin nicht liebenswürdig.
  • Ich glaube, ich habe es nicht verdient, geliebt zu werden.
  • etc.

Also wirklich ganz simpel.

Versuche den Kern zu finden. Also genau das, woran du glaubst bzw. nicht glaubst.

Die zweite Möglichkeit, Glaubenssätze aufzuspüren, zeigt sich in Deinem Alltag. Trage dazu am besten immer ein kleines Notizbuch mit dir herum. Und immer wenn du auf einen negativen Glaubenssatz stößt, schreibst du diesen auf. Immer wenn du merkst, dass du dich selbst an etwas hinderst. Wenn du negative Gefühle bezüglich etwas hast, dann hinterfrage dich, was du eigentlich glaubst und notiere das in deinem Notizbuch.

Sobald du einen Glaubenssatz hast, den du gerne loswerden willst, mache die folgenden Schritte:

Schritt 1: Den alten, negativen Glaubenssatz auflösen

Schreibe den Glaubenssatz, den du nicht mehr haben möchtest, auf ein Blatt Papier. Dann setze dich hin, schließe deine Augen und versetze dich so gut es geht in die Situation hinein. Es geht darum, den Schmerz, den du mit dem Glaubenssatz verbindest, so groß wie möglich zu machen. Anschließend beantworte dir die folgenden Fragen:

  • Was hat dich dieser Glaubenssatz in deinem Leben bisher gekostet?
  • Welche Chancen sind dir dadurch entgangen?
  • Welche Möglichkeiten hast du nicht genutzt?
  • Was fehlt dir heute alles, weil du diesen Glaubenssatz hast?

Und dann gehe einen Schritt weiter:

  • Wenn du den Glaubenssatz behältst, wie wird wohl dann ein Leben in einem Jahr aussehen?
  • Was wirst du alles verpassen durch diesen Glaubenssatz?
  • Was wirst du nicht erreichen?
  • Welche Chancen wirst du nicht nutzen?

Stell dir vor, du siehst dich in einem Jahr und hast diesen Glaubenssatz behalten. Und du schaust dich im Spiegel an…

  • Wie siehst du aus?
  • Bist du eher glücklicher oder unglücklicher?
  • Wie sieht dein Gesicht aus?
  • Wie fühlt sich das an?

Mache den Schmerz so groß wie möglich. Denke an alle Chancen, die du wegen des Glaubenssatzes nicht genutzt hast.

  • Was fehlt dir jetzt alles?
  • Hatte dieser Glaubenssatz negative Auswirkungen auf deine finanzielle Situation?
  • Hast du vielleicht nicht die Beziehung, die du haben wolltest?
  • Wovon hat dich der Glaubenssatz abgehalten?
  • Welche Auswirkungen hatte dieser Glaubenssatz auf die Beziehung zu deinen Mitmenschen?
  • … zu deiner Familie?
  • … zu deiner Jobsituation?

Versetze dich da voll und ganz rein und fühle, wie schlecht sich das anfühlt.

Dann gehe noch einen Schritt weiter.

Schritt 2: Was passiert, wenn du den Glaubenssatz die nächsten fünf Jahre behalten wirst?

Stelle dir wieder vor, wie du in fünf Jahren vorm Spiegel stehst und wiederhole die Fragen. Gehe auch hier wieder in den Schmerz hinein.

Schritt 3: Mache dasselbe dann noch mit zehn Jahren

Und wenn der SCHMERZ groß genug ist… wenn du alles, was du verpasst und nicht erreicht hast innerlich gesehen hast… dann entscheide, dass du diesen Glaubenssatz nicht mehr haben willst.

Sage zu dir selbst: „Diesen Glaubenssatz will nicht mehr. Ich beschließe, ihn loszulassen.“

Und erst dann, wenn du ganz sicher bist, öffne deine Augen und streiche den Glaubenssatz auf dem Blatt Papier durch.

Danach lenke dich ab. Steh auf und spring herum! Ernsthaft. Es geht darum, die negativen Bilder wieder loszuwerden, die du aufgebaut hattest. Spring rum, lauf durch die Wohnung, atme und denke an was anderes.

Eine weitere Möglichkeit, Glaubenssätze zu wandeln: Mentales Training

Eine weitere tolle Maßnahme gegen negative Glaubenssätze ist es, täglich ein mentales Training mit positiven Glaubenssätzen zur Entspannung durchzuführen.

Mein Tipp: Schreibe dir deine positiven Glaubenssätze (= Affirmationen) auf kleine Zettel, die du überall hinkleben kannst, z.B. an den Kühlschrank, Spiegel etc. Lies dir die Affirmationen – am besten täglich laut und voller Überzeugung vor und betrachte dich dabei im Spiegel. Das ist unfassbar wirkungsvoll, wenn du selber mit dir sprichst. Probier es bitte unbedingt aus. Du wirst sehen, es ist eine ganz unglaubliche Erfahrung.

Aber auch hierbei gilt wieder:

Nur wenn du täglich deine Übungen machst (wenigsten 3-4 Wochen lang), wirst du spüren, dass sich etwas in dir verändert. Also: von nix kommt eben nix! Deshalb, ran an den Speck 🙂

Zur Abschreckung hier noch die Top 10 der limitierenden Glaubenssätze:

  • Es ist wichtig, was andere von mir denken!
  • Ich habe es nicht verdient!
  • Ich bin zu alt!
  • Ich könnte scheitern!
  • Es braucht Geld, Glück oder Beziehungen, um Geld zu machen!
  • Ich habe schon alles versucht!
  • Ich habe & hatte nie die Möglichkeit!
  • Ich habe keine Zeit!
  • Ich bin zu dumm!
  • Ich bin Opfer meiner Umstände!

Sollte einer dieser Sätze dich stutzen lassen, glaube mir: Dann sind die Übungen in diesem Artikel für dich bestimmt der Weg in ein positiveres und selbstbewussteres Leben.

Starte am besten noch heute und hol dir die Glaubenssätze in dein Leben, die WIRKLICH zu dir passen!

P.S.: Sollte es dir gerade etwas schwerfallen, positive Glaubenssätze zu formulieren, hier ein paar Beispiele:

  • Ich bin liebenswert und wertvoll.
  • Ich erkenne die Menschen, die mir wohlgesonnen sind.
  • Ich habe das Recht glücklich zu sein.
  • Ich bin bereit, mein altes Bild (von wem auch immer) loszulassen.
  • Ich ziehe automatisch und ohne Anstrengung, den Job, Partner etc. in mein Leben, der zu mir passt.
  • Ich erlaube mir, zu lieben und Liebe zu empfangen und anzunehmen.
  • Ich kann ich sein, wenn ich mit anderen zusammen bin.