Verantwortung übernehmen – eine praktische Anleitung für ein freieres Leben

Verantwortung übernehmen – eine praktische Anleitung für ein freieres Leben

Verantwortung übernehmen, hört sich ja erst mal ein bisschen ‚old-school‘ an, oder?

Vielleicht ist der Begriff im ersten Moment für dich sogar negativ besetzt? Oder du hast es schon so oft gehört, dass es für dich mittlerweile total bedeutungslos ist?!

Wenn du Verantwortung übernimmst, dann bist du ja schuld, wenn etwas schiefgeht. Vielleicht wirst du sogar komisch beäugt oder gar kritisiert?

Du fragst dich, ist das wirklich wichtig für mein Leben?

Wenn dich diese Fragen beschäftigen, bist du genau richtig hier! In diesem Artikel zeige ich dir, wie du ab sofort eigenständiger, selbstbewusster und freier leben kannst.

Bevor es losgeht, ein paar kurze Infos vorab:

Spontan könntest du schon fast auf die Idee kommen zu sagen: “Naja, wenn das so ist, dann übernehme ich ab sofort keine Verantwortung mehr, dann kann mir auch nichts mehr passieren.” Doch so einfach ist es nicht.

Keine Verantwortung zu übernehmen, kann generell nicht funktionieren.

Warum?

Denke einfach mal an dein Auto… die Tanknadel steht auf Reserve. Wenn du dich nicht verantwortlich fühlst es zu betanken, wirst du mit der Konsequenz leben müssen, mit deinem PKW liegen zu bleiben, zu spät zu einem Termin zu erscheinen, Ärger und Stress zu haben und Schwierigkeiten zu bekommen.

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Verantwortung zu übernehmen, heißt auch Entscheidungen – für sich selbst – zu treffen. Diese beiden Themen liegen sehr dicht beieinander.

Zu allererst geht es darum, die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.

Erst wenn du dich um dich selbst kümmerst, kannst du auch andere unterstützen und sie ermutigen Verantwortung für sich selbst tragen.

In dem Moment, in dem du die Verantwortung für deinen Lebensweg, deinen Beruf, deine Gefühle, deine Gesundheit übernimmst, gehst du aus der Opferrolle heraus und nutzt die dir gegebene Freiheit aus, diese Bereiche nach deinen Wünschen zu gestalten. Eigenverantwortung zu übernehmen, macht ungemein frei, bedeutet aber auch, wie schon kurz erwähnt, Entscheidungen zu treffen.

# 1: Du hast die Wahl

Du kannst jederzeit die volle Verantwortung übernehmen und dein Leben so gestalten, wie du es willst. Du weißt, dass du jederzeit die Wahl hast, zu entscheiden.

Du kannst heute entscheiden, dich besser zu fühlen. Auch kannst du entscheiden, den Job zu kündigen und deiner Passion zu folgen.

Du kannst! Du kannst dir sogar jetzt die Klamotten ausziehen und nackt auf die Straße rennen. Das Einzige, was dich davon vielleicht abhalten mag, sind die möglichen Konsequenzen. Die meisten von uns bewerten wohl die Möglichkeit, in der Nachbarschaft etwas unangenehm aufzufallen als negativere Konsequenz für sich selbst, als vielleicht einmal etwas mehr Sonnenlicht an den Körper zu bekommen. Also sitzen wir lieber in T-Shirt in der Bude, statt nackt auf dem Balkon.

Du kannst dich also entscheiden und so übernimmst du automatisch Verantwortung für dein Tun und Sein. In jedem einzelnen Bereich deines Lebens.

Dabei weißt du auch, dass du für alle diese Konsequenzen solcher Entscheidungen ebenfalls die volle Verantwortung übernehmen musst. Du musst damit leben.

Aber du kannst! Mit dieser Überzeugung hast du dich schon ein ganzes Stück weiter herausgewagt aus der Opferrolle und kannst so ein selbstbestimmteres und freieres Leben führen.

#2: Was bedeutet es Verantwortung zu übernehmen?

Verantwortung zu übernehmen bedeutet, dass du aufhörst den anderen, den Umständen oder der Vergangenheit die Schuld für deine Probleme zu geben.

Kleiner Tipp: Ersetze in Zukunft das Wort ‚Schuld‘ lieber mit dem Wort VERANTWORTUNG.

Es bedeutet, dass du nicht den Eltern, den Nachbarn, dem Chef, den Kindern oder dem Partner die Schuld gibst, wenn du gereizt, nervös oder unglücklich bist.

Es sind deine negativen Denk- und Lebensweisen, mit denen du dir das selbst antust. Nur du kannst deshalb etwas an deinem Unglücklichsein tun. Solange du andere für deine Probleme verantwortlich machst, wirst du auch keine Möglichkeit sehen, etwas dazu beizutragen, damit sich deine Lage ändert.

Verantwortung übernehmen hat mit Erwachsensein zu tun
, und somit für alles gerade zu stehen, was du tust. Als Kind oder Teenager konntest du es bestimmt kaum erwarten endlich erwachsen zu sein, oder? Konntest kaum deinen 18. Geburtstag abwarten, um dann selbst zu entscheiden, dich selbst zu verwirklichen, endlich frei zu sein und keiner redet dir mehr rein. Erinnerst du dich?

Somit hat das Erwachsensein auch seine ‚Schattenseiten‘, du wirst zur Verantwortung gezogen und musst ggf. die Konsequenzen tragen. Vielleicht hast du damit ein Problem, einerseits die Freiheit haben zu wollen, andererseits die Angst vor der Verantwortung zu tragen.

#3: Warum haben so viele Angst vor der Verantwortung?

Verbindest du Negatives und Gefährliches mit dem Thema Verantwortung?

  • Denkst du, du läufst Gefahr für deine Fehler bestraft zu werden?
  • Denkst du, du bist schuld, wenn es anderen schlecht geht?
  • Denkst du, du musst dir Vorwürfe machen, wenn etwas schiefgeht?
  • Denkst du, du wirst von anderen verspottet oder abgelehnt, wenn etwas nicht gut läuft?
  • Denkst du, dass du dich rechtfertigen musst?

Hinter deiner Angst vor Verantwortung steckt vielmehr die Angst etwas falsch zu machen oder zu versagen und dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Horche in dich hinein, was ist für dich negativ oder könnte gefährlich für dich sein. Besser du stehst zu deinen Fehlern, statt sie aus Angst vor Strafe zu vertuschen.

Niemand ist verantwortlich für die Gefühle Anderer! Außer für die eigenen. Gefühle entstehen aus deinen Gedanken und die machst du dir schließlich selbst.

Wenn etwas nicht gelingt, einfach neu starten und nicht lange mit dem Vergangenen hadern, dass schon mal etwas daneben läuft ist absolut in Ordnung.

Irren ist menschlich. Denke einfach: niemand ist fehlerfrei!

Rechtfertigen musst du dich vor niemandem, außer vor dir selbst

Bei all der Angst vor der Verantwortung, darfst du bitte nicht übersehen, dass du auch verantwortlich für das bist, was du NICHT tust.

#4: Was haben (unausgesprochene) Erwartungen mit Verantwortung zu tun?

Tust du Nichts, aus der Angst heraus, das Falsche zu tun, kann es z.B. im Falle eines Unfalls sein, dass du zur Rechenschaft gezogen wirst. Das Gleiche gilt aber auch im ‚Kleinen‘. Zum Beispiel bei ganz alltäglichen Dingen im Umgang mit deinem Partner. Wenn du deinem Partner nicht ganz offen und ehrlich sagst, wie du denkst, fühlst oder gewisse Dinge siehst, kannst du nicht erwarten, dass er weiß, wie du tickst. Dauerhaft läuft deine Beziehung so gegen die Wand. Du siehst also, keine Verantwortung zu übernehmen ist keine Lösung.

Es ist also gerade in deiner Partnerschaft deine Verantwortung, dass du dich offen und ehrlich mitteilst! Du kannst NIE, NIEMALS erwarten, dass dein Gegenüber deine Gedanken lesen, oder erraten kann.

Wenn du ein guter Beobachter bist, wirst du feststellen, dass es gerade in Beziehungen immer wieder vorkommt, dass der Eine oder der Andere ganz bestimmte Erwartungen hat (das ist meist das Unausgesprochene). Du tust dir und deinem Partner damit leider keinen Gefallen, denn nur dem sprechenden Menschen kann geholfen werden. In dem Moment, in dem du etwas voraussetzt und das dann nicht eintrifft, sind FRUST und ENTTÄUSCHUNG = STRESS und Streit vorprogrammiert. Also, nix gut – lieber reden und sich mitteilen – hilft garantiert.

Mein Tipp heute für dich: Überlege dir, in welcher Situation du heute deinem Gegenüber ganz klar sagst, was du willst oder dir wünschst. Das kann eine Kleinigkeit sein, gerade wenn du dich schwer tust, dich mitzuteilen, solltest du etwas Einfaches wählen. Wie wäre es mit dem Abendprogramm, oder dem Abendessen? Wenn du das geschafft hast und über deinen Schatten gesprungen bist, klopfe dir auf die Schulter und sei stolz auf dich!

# 5: Was passiert, wenn du die Verantwortung für Andere übernimmst?

Wie schrecklich all diese Ehefrauen und Ehemänner, die meinen, sie müssten Verantwortung für ihre Partner übernehmen. Kennst du das? Sie denken für sie, sie handeln für sie, sie reden sogar vor Anderen für sie. Sie fahren ihnen über den Mund, sie entmündigen sie quasi und behandeln sie wie Kinder – Katastrophe!

Warum machen das so viele? Weil der Partner gewisse Dinge nicht so gut kann, wie sie? Weil sie sich sonst schämen für ihre Partner? Weil der Partner es zulässt? Warum lässt er es zu? Weil er es von zu Hause so kennt und unreflektiert, ohne Eigenverantwortung durchs Leben rennt?

Diese ‚Partner‘, die sich das gefallen lasse, machen es sich verdammt bequem, einerseits legen sie sich entspannt nach ‚hinten‘, lassen den Anderen mal machen, andererseits nervt sie die zeitweise Bevormundung. Es erinnert sie vielleicht an damals bei ‚Mutti‘ oder ‚Vati‘. Wenn es ihnen zu ‚bunt‘ wird, rasten sie aus und ein riesen Streit ist entfacht. Nach außen sieht es oft so aus, als seien die ‚Bevormunder‘ die ‚Bösen‘, dabei ist es ein ganz doofes Spiel der Erwachsenen: der Eine, der macht und der Andere der mitmacht. Hier ist keiner der Schuldige, es trifft beide die gleiche Verantwortung, nämlich die, die Jeder für sich SELBST hat: bei sich zu bleiben und nicht permanent für den Mann oder die Frau zu denken.

Wenn jeder die Verantwortung für sich trägt, heißt das aber auch nicht komplett rücksichtslos zu sein! Ein angemessener, respektvoller Umgang ist die Voraussetzung für ein gutes Miteinander.

Solltest du dich bei dem ein oder anderen Beispiel wiedererkannt haben, nimm dir einen Punkt heraus und setze ihn in die Tat um. Kein Partner will, dass jemand seine Mutter oder Vater ist, denn die hat man ja in der Regel schon. Oder willst du, dass deine Frau oder dein Mann den Respekt vor dir verliert?

‚Niemand kann die Verantwortung für das Handeln eines anderen Menschen übernehmen und übertragen bekommen…denn jeder entscheidet selbst.‘ D.Wieser

Werde zum Wiederholungstäter, mache dir bewusst, welche Situationen dir bekannt vorkommen und ändere sie – das wirkt Wunder und macht dich freier und zufriedener. Klappt es nicht auf Anhieb, verzage nicht. Bleib bitte unbedingt dran, manchmal braucht es eine Weile um eine Änderung hervor zu rufen.

#6: Warum ist es wichtig Fehler zu machen?

Weil es das Menschlichste überhaupt ist: Fehler machen!

Ja, du hast richtig gelesen. Es ist das Normalste der Welt – Menschen machen jeden Tag Fehler. Aber das heißt nicht, dass du deshalb ein schlechter Mensch bist. Fehler passieren nun mal.

Da du meist aus deinen Fehlern lernst und so, wichtige Erfahrungen für dein Leben machst, ist es unverzichtbar und unvermeidbar FEHLER zu machen. So what?

Was ist nun daran so schlimm, wenn etwas schief läuft? Ganz einfach: NIX.

Dann machst du es noch mal, oder suchst nach einer anderen Möglichkeit. Stell dir all die tollen Erfindungen wie, die Glühbirne, die Dampfmaschine, das Telefon vor. Stell dir weiter vor, jeder Erfinder hätte nach ein oder zwei Versuchen, oder Fehlern aufgehört… wir säßen noch im Dunkeln, würden mit der Kutsche fahren und trommeln 😉

Also, entspann dich und tue einfach dein Bestes. Nobody is perfect (und sollte es auch nicht sein).

Gerade Perfektionisten tun gut daran, auch mal Fehler zuzulassen oder sie sich zumindest einzugestehen. Das macht dich im Zweifelsfall sowieso um ein Vielfaches sympathischer und authentischer.

#7: Warum du auch bei Depressionen die Verantwortung für dich hast

Bei Depressionen solltest du nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Verantwortung für dich und deine Gesundheit übernehmen und in Aktion kommen – sonst bleibt alles wie es ist.

Je früher du die Verantwortung für dein Leben und deine Gefühle übernimmst, desto schneller wirst du beides zum Positiven wenden. Was aber, wie gesagt, gar nicht funktioniert, ist die Schuld bei Anderen zu suchen und zu sagen ‚Ist halt so, kann man nix machen‘. Wenn du so denkst, wirst du auch keine Lösungen für deine Probleme finden, ist doch klar. Deshalb, Kopf hoch, Blick nach Vorne, tief Luft holen und ran an die Arbeit.

Also, jetzt bist du dran:

Wähle einen der genannten Punkte und starte am Besten noch heute. Nutze die Motivation und Energie, die du durch diesen Artikel gerade in dir spürst. Das Wichtigste ist, den Input möglichst schnell umzusetzen.

Tu es! Tu es jetzt!

Erst wenn du Verantwortung für dich übernimmst, ist es möglich, dein Leben durch andere Menschen zu bereichern und um ein Vielfaches schöner zu machen.

Viel Freude und Erfolg beim Umsetzen!

Es liegt allein bei dir – ist das nicht geil?

Auf geht’s! Ready, steady, go, go, go!