Zähme deinen inneren Kritiker – mit diesen 7 wirksamen Tipps

Zähme deinen inneren Kritiker – mit diesen 7 wirksamen Tipps

Kennst du auch diese ständig nörgelnde Stimme in deinem Kopf, die sich bei jedem Misserfolg zu Wort meldet?

Dieser ewig unzufrieden klingende Miesepeter, der versucht, dich klein zu halten.

Die Stimme, die bei jeder neuen Unternehmung, die du planst, derart vehement ihre Bedenken anmeldet, dass du erst gar nicht anfängst?

Diese ständig unzufriedene und kritische Stimme gehört dem inneren Kritiker. Jeder kennt ihn, und auch du hast bestimmt schon mit ihm Bekanntschaft gemacht.

Der innere Kritiker ist nie mit uns zufrieden. Er schafft es, dass wir uns unzulänglich und minderwertig fühlen.

Der innere Kritiker ist sehr überzeugend. Wir glauben ihm nur zu gerne und machen schnell seine Glaubenssätze zu unseren eigenen.

Alle Beurteilungen des inneren Kritikers sind sehr negativ. Ständig sieht er Probleme und meldet Bedenken an. Er lässt kein gutes Haar an Etwas oder Jemanden, am allerwenigsten an uns selbst.

Der innere Kritiker wartet nur darauf, dass wir Fehler machen, damit er uns das Gefühl des Versagens vermitteln kann. Er macht uns glauben, dass etwas mit uns nicht stimmt.

Der innere Kritiker ist sehr überzeugend in seiner Argumentation. Er ist derart glaubwürdig, dass wir sein Urteil nicht in Frage stellen. Die Auswirkungen auf unser Selbstbewusstsein sind fatal. Ängste, Depressionen, Minderwertigkeitsgefühle, Beziehungsprobleme, übertriebener Perfektionismus und mangelndes Selbstvertrauen sind die Folge.

Wir trauen uns Nichts mehr zu, werden ängstlich und überempfindlich. Es kommt zu Problemen mit unserer Umwelt. Wir verlieren das Vertrauen in uns selbst und unsere Mitmenschen.

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Lassen wir den inneren Kritiker zu sehr gewähren, wird er übermächtig. Wir leben dann nicht mehr in Einklang mit uns selbst. Das hat zu Folge, dass wir:

  • innerlich unruhig sind
  • nicht mit uns allein sein können
  • uns ständig mit anderen vergleichen
  • vom richtigen Leben abgehalten werden durch unsere Selbstbeschränkung
  • die Gesellschaft anderer Menschen meiden
  • nie mit uns zufrieden sind
  • schlecht schlafen
  • unglücklich sind

Das ist keine gute Basis, um ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen. Der innere Kritiker ist unser größter Feind.

Ursprung des inneren Kritikers

Fangen wir aber mit dem Anfang an. Woher kommt der innere Kritiker?

Der innere Kritiker hat seinen Ursprung in der Kindheit. Er ist das Produkt unserer Erziehung.

Die Aufgabe unserer Eltern ist es, uns zu guten und selbständigen Erwachsenen zu erziehen. (Die Vorgaben der Gesellschaft lassen wir jetzt erst einmal außer Acht.) Sie bringen uns die geltenden Verhaltensnormen bei. Verhalten wir uns nicht gemäß diesen Vorgaben und Normen, werden wir von den Eltern kritisiert und getadelt.

Als Kinder lernen wir zuerst von den Eltern. Wir orientieren uns an ihren Verhaltensnormen. Die Liebe der Eltern ist für uns Kinder wichtig, also versuchen wir alles, um geliebt zu werden. Wir übernehmen die Denkweisen der Eltern, um Kritik zu vermeiden und ihre Liebe weiterhin zu erhalten.

Dabei ist die Kritik unserer Eltern kein Verlust ihrer Liebe. Sie lieben uns auch weiter. Die Kritik unserer Eltern ist nicht als Tadel gemeint, sondern ein Ausdruck aufrichtiger Sorge. Leider wird diese Äußerung der Sorge von uns Kindern falsch verstanden und als Kritik und Tadel aufgefasst.

Wir als Kinder haben eine eingeschränkte Sichtweise, deshalb verstehen wir die geäußerte Kritik falsch. Für uns als Kinder bedeutet diese Kritik ein Verlust der elterlichen Liebe.

Der innere Kritiker ist die Summe der Ge- und Verbote sowie Kritik unserer Eltern. In der Kindheit ist allerdings seine Funktion noch eine andere. Als Freund und Beschützer hilft er uns, die Liebe unserer Eltern zu erhalten und bewahrt uns vor Kritik und Tadel.

Tatsächlich ist der innere Kritiker auch zutiefst um uns besorgt. Er kann uns diese Sorge allerdings nicht richtig vermitteln und das macht ihn hilflos. Der innere Kritiker ist ratlos, weil er keine Lösung für unser Problem findet. Leider verstehen wir die kommunizierte Sorge des inneren Kritikers falsch und fassen die Sorge als Kritik an unserer Person auf. Das wird noch umso problematischer, weil der innere Kritiker in seiner Hilflosigkeit anfängt, uns unter Druck zu setzen.

Mit der Zeit leiden wir immer mehr unter diesem stärker werdenden Druck. Aus dem einstigen Freund ist unser größter Feind geworden.

Diesen Feind zu bekämpfen bringt uns nicht weiter! Je stärker wir gegen ihn kämpfen, umso lauter und vehementer meldet sich der innere Kritiker zu Wort.

Den inneren Kritiker zähmen und entwaffnen

Wie kannst du nun den inneren Kritiker und entwaffnen?

Der beste Weg ist, die Beziehung zu unserem inneren Kritiker zu verbessern.

Und das gelingt dir mit diesen 7 sehr wirksamen Tipps:

1. Erkenne die wahre Natur deines inneren Kritikers

Werde dir über die wahre Natur deines inneren Kritikers bewusst. Mach dir klar, dass er nur ein künstliches Produkt deiner Kindheit ist.

Der innere Kritiker ist zwar ein Teil von dir, gehört aber nicht zu deiner Persönlichkeit. Wenn du dir das klar machst, fällt dir auf, dass es keinen Sinn macht, dem inneren Kritiker vorbehaltlos zu glauben. Allein das nimmt dir schon einmal sehr viel Druck weg!

2. Behandle den inneren Kritiker wie einen ungebetenen Gast

Überprüfe die Aussagen des inneren Kritikers. Entsprechen Sie wirklich deinen Überzeugungen? Oder hast du sie vom inneren Kritiker einfach übernommen? Bist du der gleichen Meinung wie er, dann ist das in Ordnung. In diesem Fall musst du nicht aktiv werden. Wenn du aber anderer Meinung bist, dann weise den inneren Kritiker in seine Grenzen.

Mache dem Kritiker eindringlich, aber liebevoll klar, dass du erwachsen bist und selbst entscheiden kannst, wie du über dich und dein Verhalten denkst. Es gibt keinen Grund, dich klein machen zu lassen. Niemand ist ohne Fehler, auch du nicht, und das ist gut so. Du bist gut so, wie du bist.

3. Ändere deine Sichtweise über den inneren Kritiker

Grundsätzlich ist es in Ordnung, wenn sich der innere Kritiker um uns sorgt. Er handelt aus guter Absicht heraus. Leider erkennen und verstehen wir nicht immer diese gute Absicht. Der innere Kritiker fühlt sich hilflos, da ihm die kommunikativen Fähigkeiten fehlen, sich richtig auszudrücken. Deshalb verstehen wir die vom inneren Kritiker geäußerte Sorge oftmals als Kritik.

Wende dich dem inneren Kritiker zu und nimm seine Sorgen um dich ernst. Allerdings bedeutet das NICHT, dass du zustimmst und nachgibst.

Formuliere seine Sorgen um. Frage ihn: „Kann es sein, dass du dir gerade Sorgen machst?“. So fühlt sich der innere Kritiker von dir besser verstanden und ernst genommen.

Spürt der innere Kritiker deine liebevolle Zuwendung, wird ihn das beruhigen. Denn er ist auf dich und deine Zuwendung angewiesen.

Wenn du für den inneren Kritiker verfügbar bist und ihm frei und offen zuhörst, ergeben sich tiefe Veränderungen in dir. Mache dir klar, dass der innere Kritiker nicht immer unrecht haben muss.

Lass die Argumente des inneren Kritikers ganz vorurteilsfrei auf dich wirken. Überlege, ob er nicht doch recht haben könnte. Stimmst du dem inneren Kritiker in bestimmten Punkten zu, muss das nicht schlecht sein. In diesem Fall kannst du die Meinung des inneren Kritikers teilen und übernehmen. Mit der Zeit kann so eine konstruktive und fruchtbare Beziehung zwischen dir und dem inneren Kritiker entstehen, die dir zu mehr Empathie verhelfen kann.

4. Denke nicht schlecht über dich

Lege nicht den Schwerpunkt auf die schlechten Gedanken über dich. Du entziehst dir selbst nur unnötig Energie. Wenn du schon selbst keine gute Meinung von dir hast, wie willst du den Rest der Welt davon überzeugen, dass du ein toller Mensch bist? Schlechte Gedanken über dich selbst schaden deinem Selbstbewusstsein.

Konzentriere dich lieber auf deine guten Eigenschaften und die guten Gedanken über dich. Das schwächt die kritisierende Position der inneren Kritikers und ist besser für dein Wohlbefinden. Mit positiven Gedanken über dich selbst baust du auch mehr Selbstbewusstsein auf.

5. Rede nicht schlecht über dich

Hör auf, schlecht über dich selbst zu reden. Wie die schlechten Gedanken entzieht dir schlechtes Reden über dich selbst nur unnötig Energie. Du schadest nur dir selbst und lässt zu, dass der innere Kritiker immer mächtiger wird. Worte sind machtvoll und können dich und andere sehr stark beeinflussen.

Sprich statt dessen ausnahmslos gut über dich. Schreibe dir deine guten Eigenschaften auf und lies sie dir so oft wie möglich durch – das hilft! Betone deine guten Eigenschaften und lobe dich selbst für deine Erfolge. Eigenlob stinkt nicht, es ist sogar sehr förderlich für dich und dein Selbstbewusstsein. Deine guten Worte beeinflussen letztendlich nicht nur dich, sondern auch andere. So wird dein Verhältnis zu anderen Menschen auch verbessert.

6. Vergleiche dich nicht mit Anderen

Der Vergleich mit anderen Menschen macht keinen Sinn. Es bringt dich in keiner Weise weiter und entzieht dir nur unnötig Energie.

Überlege: Haben alle Menschen, mit denen du dich vergleichst, wirklich die gleiche Ausgangssituation? Mit großer Wahrscheinlichkeit ist das nicht der Fall, deshalb ist der Vergleich mit anderen Unsinn. Du kannst nichts vergleichen, wenn nicht die gleichen Bedingungen vorliegen.

Entspann dich und konzentriere dich lieber auf dich selbst. Schau lieber auf deine Stärken und Erfolge. Führe ein Erfolgs-Tagebuch und schreibe dir alles auf, so dass du immer schnell Zugriff auf deine Erfolge und Stärken hast. Sei stolz auf dich. Du bist einzigartig und unvergleichbar.

7. Arbeite stetig an dir

Selbstakzeptanz und Selbstliebe sind die Grundvoraussetzungen für ein starkes Selbstbewusstsein. Arbeite an diesen beiden Punkte und baue eine gute Beziehung zu dir selbst auf. Automatisch wird dein Selbstbewusstsein stärker werden.

Treibe Sport und trainiere deinen Körper. Ernähre dich gesund und bewusst. Dadurch wird sich dein Körpergefühl verbessern. Gewöhne dir eine gerade Körperhaltung an. Auch die Körperhaltung ist eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Selbstbewusstsein. So gibst du auch automatisch dem inneren Kritiker weniger Grund, dich zu kritisieren und zu tadeln.

Zu guter Letzt:

Mit diesen 7 hilfreichen Tipps habe ich dir nun eine gute Strategie aufgezeigt, mit der du deinen inneren Kritiker zähmen kannst. Eine gute Beziehung zu deinem inneren Kritiker kann dein Leben bereichern, denn nicht alle seine Urteile müssen automatisch schlecht sein. Oft genug liegt es an der schlechten Kommunikation des inneren Kritikers, so dass wir seine Sorge um uns falsch verstehen. Mit der Zeit und mit etwas Übung wirst du einen wertvollen und guten Freund (wieder-) gewinnen.

Also los geht´s! Starte am besten gleich jetzt und leg deinen inneren Kritiker an die Leine;)